Eine gute Idee

Ich habe die letzte Woche wieder in Spanien verbracht und viele tolle Dinge erlebt. Ihr kennt ja sicherlich die Bahn-Fahrräder die man in etwas größeren Städten an Bahnhöfen und verschiedenen Checkpoints für einen bestimmten Preis mieten kann. Die Stadt Santander hat sich diese Idee (oder die Bahn die Idee von Santander) genommen und ein wenig umgebaut. Die Fahrräder sind immer noch an verschiedenen Checkpoints zu finden nur kosten diese für den Benutzer absolut nichts.

Alles was man braucht ist eine Kreditkarte, die sozusagen als Pfand gilt. Man schiebe die Karte in einen der Automaten neben den Rädern, sagt wie lange man das Rad gerne haben möchte (1Tag, 1 Woche, 1 Monat, 1 Jahr) und los geht’s. In der Zeit, in der man das Rad nutzt wird die Karte mit 150€ belastet und sobald das Rad wieder da ist, gibt’s die Kohle wieder. Ich bin der Meinung, dass besonders Studentenstädte eine solche Lösung gut gebrauchen könnten. Geld für solch ein Projekt sollte ja (bei all den Studiengebühren) zur Verfügung stehen.

UPDATE: Scheinbar haben die Räder unter der Finanzkrise gelitten – Ab jetzt sind die Räder kostenpflichtig. It was fun while it lasted …

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Reisen

So funktioniert Viral

Die GEZ hat ja in Deutschland nun wirklich kein gutes Image und meiner Meinung nach polieren ihre TV Spots dieses nicht besonders auf.

Was die Schweden im Gegensatz dazu auf die Beine gestellt haben verdient virtuellen Applaus! Hier gehts zum Spot. Unbedingt anschauen!

 

1 Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

China Resümee

Da ich zurzeit ein bisschen Klausurenstress habe, fällt mein China Resümee ein wenig knapp aus.

Kurz gesagt, es war ne Reise auf der ich vieles gelernt habe, besonders darüber wie die andere Seite der Welt so tickt. Hier haben mich viele Dinge schwer beeindruckt aber auch mindestens genauso viele Abgeschreckt.
Also, frei nach Blumentopf hier…

Was ich (an China) lieb…

… die Architektur, die ist echt krass…

und was ich (an China) hass …

… das Essen schmeckt, ich weiß nur nicht was.

Was ich (an China) lieb…

… das ist mein Elektro-Roller-Antrieb…

und was ich (an China) hass…

… alles versmogt, so macht das keinen Spass.

Was ich (an China) lieb…

… das waren die Buddies, die waren echt sweet…

und was ich (an China) hass…

… dieses Gerotze, die Straßen sind alle nass.

Was ich (an China) lieb…

Shanghai,  mit seinem Wirtschaftsantrieb…

und was ich (an China) hass….

… erst 24 dann -4 Grad – ej, was soll denn das?

Bis die Tage oder „peace out“ ;-)

1 Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

Bilder vom China-Trip

So, jetzt habe ich es auch mal geschafft eine kleine Selektion der Impressionen der letzten drei Wochen hochzuladen.
Viel Spass!

Zu den Bildern geht es hier.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

bLogbucheintrag 8 China, das wars

So, jetzt sitze ich wieder an meinem PC in Groningen. Die letzten Tage in China waren sehr witzig, da wir unsere Buddies zum Abschied ein wenig „westernized“ haben. Als erstes luden wir sie zum Essen in einem thailändischen Restaurant ein. Hier wurde dann Bier getrunken, für einige das erste Mal. Auch das Essen war für unsere Buddies etwas neues – man würde denken in Asien kennt man die Küchen der „Nachbarn“. Dem ist nicht so. „Too spicy!“ kam von fast allen Buddies bei fast allen Speisen.
Nachdem wir also den Versuch des Essens mit den Buddies gewagt hatten füllten wir uns bereit sie auch mal zum feiern mitzunehmen. A propos feiern. Wenn die CBuddies & Hanze Studentshinensen versuchen meinen Namen auszusprechen hört es sich genau so an wie Two Beers. Deshalb trage ich seit der letzten Woche auch den Namen 啤酒 (Liang Ping Pi Jou).
Das Feiern mit den Chinesen war lustig, einige hatten noch nie einen Club von innen gesehen, geschweige denn getanzt. Es hatte was von den ersten Schritten eines Kleinkindes als Buddies den Dancefloor betraten. „Can I go now?“ fragte mich auch nach zwei Minuten der Erste. Na gut, es kann nicht allen gefallen. Was mir und hoffentlich auch den Buddies gefallen hat, waren die zwei Wochen die wir miteinander verbracht haben. Ich hab echt viel über China und dessen Leute gelernt und Freundschaften geschlossen. Danke.
Am nächsten Tag ging es dann nach Beijing wo wir noch eine Nacht Aufenthalt hatten, bevor es dann gestern mit Air China nach Frankfurt und von dort über Schiphol nach Groningen ging. 21 Stunden hat die Reise gedauert auf der ich 8 Stunden lang den Sonnenuntergang beobachten konnte, da wir direkt mit dem Sunset gen Europa geflogen sind. Während des Fluges habe ich die meiste Zeit mein Buch „The World is Flat“ von Thomas L. Friedman gelesen. Ich bin zwar erst zur Hälfte mit dem Ding durch aber ich bin hin und weg von dem was der Typ schreibt. Werde dazu aber mehr berichten wenn ich mit dem Buch durch bin. Aber zum Appetit wecken kann ich schon mal dieses Video einer Buch-Vorlesung von Friedman empfehlen.


Jetzt bin ich also wieder in Europa und es ist schön wieder in einem „normalen“ Land zu sein. Denn eins ist sicher, normal war das was ich in den letzten drei Wochen erlebt habe nicht.

Für einen vernünftigen Rückblick muss ich die Reise wohl erstmal ein wenig „sacken“ lassen.

1 Kommentar

Eingeordnet unter China 2009, Reisen

bLogbucheintrag 7 China’s Rules & Regulations

Als wir mit unseren Mini-Scootern in Beidaihe bei unangenehmen -4C° ankamen, dachte ich erst einmal ich bin im falschen Film. „Russisch?“ Tatsächlich scheint dieser Küstenort ein kleines Mekka für die Nachbarn aus Russland. Alle Läden und Stände trugen russische Titel. Auch die Architektur erinnert mehr an Russland als an China. Die suspekten Gedanken verflogen jedoch sofort, als wir am Horizont den Pazifik erspähten. Es ist ja immer ein schönes Gefühl, wenn man das Meer sieht, aber was in den Köpfen von unseren chinesischen Buddies vorgegangen sein muss, weiß ich nicht. „This is the first time I see the sea“, meinte Liu, der wirklich Bauklötze staunte.  Wir nutzten die Gelegenheit um mit unseren Scootern an den wirklich schönen Küstenstraßen ungestört entlang zu heizen. Es ist ja Winter und der chinesische Badeort war wie leergefegt. Am Strand machten wir dann kurz Halt um Fotos zu schießen und die gute kalte Luft zu genießen. Es war ein sehr entspannender, schöner Nachmittag.

HannahHDR copykleinAm Abend stellte sich heraus, dass Minh Chau, meine vietnamesische Kommilitonin, sich eine Erkältung eingefangen hatte. Kein Wunder bei den Temperaturen. Jedoch löste dies so etwas wie einen Supergau beim VogueJazz-Management aus. Für Minh Chau waren die Rollerfahrten ab sofort gestrichen und Medizin wurde gekauft. Aber damit nicht genug. Ab sofort mussten alle Teilnehmer zu jeder Mahlzeit einen „Medizintee“ trinken. Schon komisch irgendwie. So richtig komisch wurde es dann aber als diese Order kam: „Ab heute bitte jeder morgens und abends eure Temperatur messen, hier sind die Thermometer“. Alles klar, die spinnen die Chinos.
Naja, da wir ja alle keinen Streit anzetteln wollten haben wir, kulturell korrekt wie wir sind, auch keinen Anstand gemacht.
Nach dem Abendessen hatte die deutsche Fraktion so richtig Lust auf Bier und Kaffee. Direkt neben unserem Hotel war ein kleines Restaurant in dem es beides gab.
Hier trat das nächste Problem auf. Die Chinesen glaubten, wir würden verloren gehen auf den ca. 100 Metern bis dorthin. Also sind gleich zwei mitgekommen um mit uns Kaffee/Bier trinken zu gehen. Denkste. Als wir gerade Bier bestellen wollten kam von meinem chinesischen Freund der Kommentar „How about a Soda?“. Grrrmmmpffffff. Welcome to China.

Nüchtern ging es dann wieder aufs Zimmer, um am nächsten Morgen nach Quinhuangdao aufzubrechen. Die Stadt machte auf mich einen positiven Eindruck. Das mag daran liegen, dass hier in 2008 einige Fussball-Olympiaspiele stattgefunden haben. Sehr sauber und organisiert. So gar nicht wie ich China die letzten Tage kennengelernt habe. tobilehrerHier machten wir uns inmitten einer vollen Fußgängerzone breit um unsere „Green Mission“ zu promoten. Wie immer hat es wirklich Spaß gemacht den Dialog mit dem chinesischen Volk zu suchen. Ein älterer Mann kam zu mir und zeigte auf eine Broschüre, die ich ihm daraufhin in die Hand drückte. Er bedankte sich und zog weiter. Keine fünf Minuten später kam er wieder und zeigte auf den chinesischen Text auf der Broschüre, der über die ökologischen Missstände in China informiert. Anfangs dachte ich, der Mann fühle sich angegriffen, da wir sein Land kritisieren. Weit gefehlt. Mit der Hilfe eines Buddies verstand ich, worum es ging. Der ältere Mann, Lehrer, wollte uns danken. Er war sehr unzufrieden mit der aktuellen Situation und meinte, dass sein Land solche „Missionäre“ wie uns braucht. Das war echt ein klasse Gefühl, zu sehen, wie Leute unser Projekt annehmen.
Nach einer Stunde und ca. 3000 verteilten Promo-Artikeln ging es dann motiviert weiter auf Tour.nicoHDRklein Diesmal wurden wir während der Fahrt von unserem Kamerateam begleitet und ich glaube es sind echt tolle Bilder dabei entstanden. Ich werde, sobald der Film zu sehen ist, hier einen Link posten.
Am späten Nachmittag hatte der Spaß dann ein Ende. Wir kamen in Shanhaiguan, unserem Endziel, an.
Am Abend fanden noch ellenlange Meetings über den Ablauf der „Closing Ceremony“ statt und dann gings auch schon ins Bett. Rausgehen würde ja eh nix bringen.
Die „Closing Ceremony“ am nächsten Morgen war kurz und schmerzlos. Alle haben sich bei allen bedankt und Geschenke wurden verteilt. Wir, die „Green Messengers“ wurden mit einem ca. 3 Kilo schweren Glas-Award gekürt, in dem sich ein dreidimensionales Modell des Rollers, auf dem wir die Tour bestritten haben, befindet. Sieht echt ganz witzig aus. Mit einem Besuch der chinesischen Mauer sollte unsere Tour dann auch ein Ende haben. Ich hatte mich wirklich auf die Mauer gefreut, da alle anderen Hanze-Studenten am Wochenende in Beijing schon auf der Mauer waren und nur Tolles zu berichten hatten. Shanhaiguan ist ja schließlich der Ort an dem die Mauer den Pazifik küsst.

mauer2HDRklein
Unser Besuch der Mauer war allerdings nicht ganz so cool wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Mauer konnte nur ca. 500 Meter weit begangen werden. Danach war Schluss und es sollte eine kleine Tour durch ein altes chinesisches Dorf führen. Hier haben wir dann noch ein bisschen gefilmt, aber so besonders war es nicht. Naja, wenigstens bin ich auf der chinesischen Mauer gelaufen.
Nun bin ich wieder in Tianjin angekommen und meine Reise nähert sich dem Ende. Ich muss sagen, dass mir die Green Mission Tour trotz Kälte und Regeln echt super gefallen hat. Ich habe das echte China erleben können – Die Menschen, das Essen und das Wetter. Ich werds nicht vergessen.

1 Kommentar

Eingeordnet unter China 2009, Reisen

bLogbucheintrag 6 The Green Mission

Die letzten Tage drehte sich wieder alles um das Projekt worum sich eigentlich auch mein gesamter China-Aufenthalt dreht. Das Vogue Jazz Projekt, von dem vielleicht sogar einige von euch schon in der Zeitung gelesen haben. Das PR-Praktikum hat sich wirklich gelohnt.

ZeitungTobiklein

Denn jetzt wurde es ernst. So ziemlich alle unsere Planungen wurden in letzter Minute über den Haufen geworfen, ein Meeting jagte das nächste und alles musste sofort passieren. Telefone liefen heiß und die Meetings wurden immer hitziger. Am Donnerstagabend gegen 24h stand dann unsere Planung für das Kick-Off Meeting am nächsten Morgen um 9:30h.  Mit allen Kommilitonen ging es dann morgens um 8:30 zum Hotel zur Eröffnungsfeier. Meine Kommilitonen können meine Gruppe übrigens nicht mehr leiden, da wir sie auf Kundenwunsch erst zum Kickoff eingeladen, dann (auch auf Kundenwunsch) wieder ausgeladen und Donnerstag um 23h wieder eingeladen haben (Kundenwunsch versteht sich). Bisschen Schwund ist immer.

Dann ging das gute Meeting los. Im Stehen sollten die nächsten zwei Stunden, gefüllt mit Reden und Sushi, bestritten werden. Zu Gast waren sogar sehr wichtige Persönlichkeiten. Unter Ihnen der Erfinder des elektrischen Motorrollers, Mr. He Zuoxiu. Ein sehr weiser alter und vor allem respektierter Mann, der sich bei seiner Rede über Solaranlagen erstmal richtig lang gelegt und für einen kleinen Skandal während des Kick-Offs gesorgt hat. Ansonsten wurden wir in unserem kompletten Outfit der Presse vorgestellt um dann draußen auf unsere elektrischen Gefährte zu steigen.

Beim Kick-Off Event habe ich dann auch das erste Mal so richtig realisiert, dass ich wirklich auf einer grünen, einer guten Mission bin. Mich hat schon ein bisschen der Stolz gepackt, als ich vor versammelter Mannschaft meine Green Messengers vorgestellt habe und mit Applaus und guten Wünschen auf dem Roller gen Tangshen verschwand.

scooter+ruinsscooteralle

Die Roller sind übrigens echt geil. Sie sind brandneu und schaffen so um die 40kmh ohne einen Ton von sich zu geben – ausgenommen natürlich die Hupe. Die ist auch lebenswichtig im chinesischen Straßenverkehr. In Deutschland würde jeder mit so einem Fahrstil sofort jeden Autoscooterstandes verwiesen werden. Wer hupt hat Recht.

So ging es dann direkt los, bepackt mit den von uns designten Broschüren und Promo-Artikeln, sicher verstaut in 3 Vans und einem Truck. Unser Ziel: Tangshen. Unsere Rollerfahrt durch Tianjin hatte jedoch schon nach ca. 1 Stunde ein Ende, da wir am Highway ankamen, der für Roller nicht zugelassen ist. Also Roller in den Truck, „Green Messengers“ in die Vans und weiter gings. Ich habe auf Autobahnen noch nie so viele Lkw’s  – ach was sag ich denn – Superschwertransporter gesehen wie hier. Der Highway war so was von vollgestopft mit diesen Riesenmaschinen, dass man sich wirklich vorkam wie bei „Gullivers Reisen“. Wirtschaftsboom lässt Grüßen.

Nach einer wirklich entspannten Nacht ging es dann morgens schon wieder weiter. Auf die Roller, fertig, los. Wir hatten ja noch eine Mission zu erfüllen. Unser Weg führte teilweise durch Slums und unter Brücken her, wo man wirklich den Eindruck eines 3.-Welt-Landes bekam. Zwischenstopp machten wir in einem VogueJazz Retail-Store, wo mir erst einmal die Kinnlade herunterklappte. „200 Euro für das Teil? Neu?“ – krass.  Die Promo-Aktionen waren wirklich cool. Bewaffnet mit unseren Artikeln und Ideen organisierten wir Spiele und informierten die Menschen an drei verschiedenen Orten in Tangshan. Das interessanteste an der Aktion waren aber scheinbar wir. Mit Europäern Fotos zu schießen scheint hier entweder Hobby oder Besonderheit. Ich tippe auf letzteres, da wir alle wirklich permanent für und mit jungen Leuten posieren durften. Hat Spaß gemacht.

Also soweit ist hier alles im Lot, morgen früh geht unsere Tour weiter. Zaijian!

P.S.: Danke auch aus China an Fabi für das nette Video. You are welcome…

1 Kommentar

Eingeordnet unter China 2009, Reisen